Last Update: 22.06.10

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MATRIX REVOLUTIONS

The Matrix Revolutions

 

USA 2003 - 130 Minuten - Budget $150.000.000

 

Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski

Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski

 

 

Mit Keanu Reeves (Neo), Laurence Fishburne (Morpheus), Carrie-Anne Moss (Trinity), Hugo Weaving (Agent Smith), Jada Pinkett Smith (Niobe), Mary Alice (The Oracle), Harold Perrineau (Link), Monica Bellucci (Persephone), Harry Lennix (Commander Lock), Lambert Wilson (Merovingian), Nona Gaye (Zee), Anthony Zerbe (Councellor Hamann), David Roberts (Roland), Tanveer K. Atwal (Sati), Helmut Bakaitis (The Architect), Ian Bliss (Bane), Collin Chou (Seraph), Essie Davis (Maggie), Bruce Spence (Trainman), Clayton Watson (Kid)

         

s.a. MATRIX RELOADED

         

USA

Mit $93.577.712. in sieben Tagen erzielte Revolutions den drittbesten November-Start aller Zeiten, lag aber 41 % unter Relaoded im gleichen Zeitraum. Am zehnten Tag überschritt das Finale die $100 Mio.-Marke.

 

DEUTSCHLAND

Bei uns lag die Startwoche sogar 55 % unter dem zweiten Teil, wurde aber durch einen Vorstart am Mittwoch etwas geschwächt.

     
US-Start: 05.11.2003 - R (*Zwei Tage)
Wo. Rang Einspiel $ % Kinos Schnitt Gesamt $
0* 1 35.314.846 --- 3.502 10.084 35.314.846
1 1 62.538.719 --- 3.502 17.858 97.853.565
2 3 20.497.011 -67 3.502 5.853 118.350.576
3 6 10.194.534 -50 3.024 3.371 128.545.110
4 10 5.775.879 -43 2.055 2.811 134.320.989
5 12 1.881.182 -67 1.257 1.497 136.202.171
6 17 967.103 -49 633 1.528 137.169.274
GESAMT 139.270.910
 
D-Start: 05.11.2003 - 16 J. (*Ein Tag)
Wo. Rang Besucher % Kinos Schnitt Gesamt Besucher
0* 4 230.570 --- 1.069 216 230.570
1 1 1.128.129 --- 1.069 1.055 1.358.699
2 1 500.690 -56 1.071 467 1.859.389
3 4 212.078 -58 1.068 199 2.071.467
4 6 92.908 -57 541 170 2.163.675
5 8 40.569 -56 304 133 2.204.244
6 - - - 182 - -
GESAMT 2.229.882

 

Mark G.

Ich gebe es zu, ich bin ein Fan der Matrix-Filme. Ich liebe den ersten Teil (1+), respektiere den zweiten Teil (2-) und bin mit meiner Reloaded-Note auf viel Unverständnis gestoßen. Obwohl ich Teil 2 inzwischen viermal gesehen habe, bin ich bei dieser Note geblieben. Allerdings verstehe ich auch den Hass, den viele der ersten Fortsetzung entgegenbringen. Schließlich verlangt Reloaded viel Geduld zwischen den Action-Sequenzen, der berühmt-berüchtigte Zion-Rave ist ein Fremdkörper im Film und die Dialoge erfordern viel Verständnis für elementaren Existenzialismus.

Umso unverständlicher sind für mich die negativen Kritiken, die Revolutions nun abbekommt. Fast scheint es mir, als ob die Kritiker dem Publikum hinterherhinken: Sie bewerteten Reloaded recht ordentlich und mussten danach mit ansehen, wie die Massen den Film verachteten. Jetzt bekommt Revolutions den geballten Zorn der Kritiker ab und das ist völlig unverdient. Denn Matrix Revolutions ist fast perfektes Popcorn-Kino, vergleichbar mit dem Achterbahnkino, das man früher nur von Spielberg & Lucas gewohnt war.

- Die Kämpfe, die im zweiten Teil irgendwie immer unentschieden ausgegangen sind, sind im dritten Teil wieder auf Leben & Tod. Jede Attacke kann für jeden der Beteiligten den Tod bedeuten, alles steht auf dem Spiel.

- Während man nach Betrachtung des zweiten Teils gedacht hat, dass Zion getrost den Bach runtergehen kann, hofft man nun, dass die Menschheit überleben wird. Größten Anteil daran haben die "normalen" Menschen Zee (Nona Gaye) und Kid (Clayton Watson), denen wir (zumindest in den Kinofilmen) niemals innerhalb der Matrix begegnet sind.

- Seltsamerweise steht Revolutions auf eigenen Füßen. Man muss nicht die ersten beiden Filme gesehen haben, um den Film genießen zu können (schaden tut es aber nicht), der Film hat einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss (der allerdings wohl unter den Zuschauern wieder kontrovers aufgenommen werden wird). Das ganze Geschwafel von Reloaded spielt hier kaum eine Rolle, man ist ja immerhin mit dem Überleben beschäftigt - dies bedeutet allerdings auch, dass nicht alle offenen Fragen beantwortet werden. Und irgendwie gefällt mir das auch so, es ist fast so wie mit einem Buch - die fehlenden Elemente werden von der eigenen Phantasie ausgefüllt.

- Die Effekte sind (z.T. sehr viel) besser als im Vorgänger.

- Der Filmfreak in mir wurde bedient. Ich konnte nicht nur durch ein Wechselbad der Gefühle gehen, schließlich gibt es auch Verluste zu erleiden, es gab auch diese kleinen Filmfreak-Momente, Ihr wisst schon, so kleine Szenen, die einem ein Grinsen aufs Gesicht zaubern, obwohl nichts Komisches zu sehen war ... einfach Freude, etwas zu sehen, was man schon immer mal sehen wollte bzw. noch nie gesehen hat, Magic Moments, von denen es auch zwei gibt, nicht unähnlich.

Natürlich ist Matrix Revolutions nicht frei von Fehlern. So haben die Wachowskis - wohl aus Angst davor Längen wie in Reloaded zu schaffen - manche Szenen zu kurz geschnitten, da wäre mehr auch mehr gewesen. Größter Kritikpunkt ist aber der stellenweise grandios schlechte Dialog - und ich befürchte, dass er dies auch im englischen Original ist (leider habe ich bis jetzt nur die dt. Fassung gesehen).

Ansonsten lasst Euch nicht von den Miesmachern entmutigen, Matrix Revolutions macht Spaß...

2-
Pi-Jay

Die gute Nachricht ist: Der dritte Teil ist besser als der zweite. Die schlechte: Warum mussten wir uns mit dem ganzen Quark aus Reloaded überhaupt auseinandersetzen?

Selten wurde über einen Film so viel spekuliert wie über die Matrix-Trilogie. Aufgeregte Debatten über Sinn und Bedeutung dessen, was man auf der Leinwand gesehen hat (oder zu sehen glaubte) gingen durchs Internet und die Fachblätter, und jeder hoffte, im dritten Teil endlich eine Antwort auf seine Fragen zu erhalten. Gleichzeitig wurden aber auch sehr viele Stimmen laut, die sich darüber beschwerten, dass zuviel gequatscht wurde. Die Wachowskis sind anscheinend in sich gegangen und haben sich auf die alten Tugenden des Filmemachers besonnen. Das Resultat ist ein Actionfilm mit kleinen philosophisch-religiösen Querbezügen.

Revolutions für sich betrachtet ist ein solides Stück Kino mit viel Action und Dramatik. Die Effekte sind teilweise sehr gut, jedenfalls viel besser als im zweiten Teil, und wäre dies die direkte Fortsetzung von Teil eins, könnte man halbwegs zufrieden sein. Leider funktionieren ein paar Dinge nicht oder erscheinen einem unlogisch - etwa die Kriegstaktik der Generäle von Zion oder Smiths Versuche, Neo auszuschalten, doch da alles so wahnsinnig schnell erzählt wird, hat man ohnehin kaum Zeit, darüber nachzudenken.

Apropos schnell, ein böser Fehler war, die emotionalsten Szenen zu kurz zu inszenieren, vor allem zum Ende hin hätte man sehr viel mehr herausholen können. Außerdem würde ich gern wissen, was die Wachowskis sich bei manchen Dialogen gedacht haben - einige Stellen reichten fast schon an das unterirdische Niveau von Independence Day heran und waren von einem ebenso falschen Pathos.

Im Grunde haben wir nur das bekommen, was Morpheus schon am Ende von Matrix verkündet hat, nämlich den finalen Kampf zwischen Mensch und Maschine. Leider aber auch nicht mehr - wie uns der zweite Teil glauben lassen wollte.

3+

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