Last Update: 22.06.10

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OSCAR-SPEZIAL

 

OSCAR-NOMINIERUNGEN 2002

 

Die Überraschungen:

Seit dem Start von Chicago war klar, dass das Musical die meisten Nominierungen erhalten würde. Dennoch gab es genügend Raum für Überraschungen. So wurden insgesamt vier Schauspieler für Chicago nominiert, aber Richard Gere, der gerade noch den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller gewonnen hat, ging leer aus. Ebenso überraschend ist das schlechte Abschneiden von Schmidt, der lediglich zwei Nominierungen erhielt. Adaptation. und Dem Himmel so fern waren ebenfalls hochgehandelte Favoriten, schafften aber nur jeweils vier Nominierungen. Besser abgeschnitten als erwartet haben dafür Frida und Road to Perdition.

 

Bester Film:

Mit Chicago, Gangs of New York und The Hours (Koproduktion mit Paramount) ist Miramax verantwortlich für drei der fünf besten Filme des Jahres. Die Chefs von Miramax, die Weinsteins, sind Executive Producers von Der Herr der Ringe - Die zwei Türme, das erste Sequel seit Der Pate III (1990), das für den Hauptpreis nominiert wurde.

Beste Regie:

Sentimental Favorite ist Martin Scorsese, der seine sechste Nominierung erhielt (die vierte Regie-Nominierung). Rob Marshall konnte mit seinem Debütfilm punkten. Wegen seines Sexskandals in den USA nicht unumstritten: Die fünfte Nominierung (die dritte Regie-Nominierung) Roman Polanskis.

Bester Hauptdarsteller:

Adrien Brody ist der einzige Newcomer unter alten Hasen. Seine Mitstreiter haben schon alle einen Oscar zuhause stehen, Michael Caine sogar zwei (allerdings als Nebendarsteller), Jack Nicholson sogar drei. Nicholson erhielt seine zwölfte Nominierung, hat damit genauso viele wie Katherine Hepburn und teilt mit ihr Platz 2 in der ewigen Bestenliste. Kuriosum am Rande: Nicolas Cage spielt in Adaptation. die Drehbuchautoren Charlie Kaufman (real) und Donald Kaufman (fiktiv), die auch das Drehbuch zu Adaptation. schrieben und ebenfalls für einen Oscar nominiert wurden.

Beste Hauptdarstellerin:

Alle fünf Damen haben noch keinen Oscar erhalten, Renée Zellweger und Nicole Kidman wurden das zweite Jahr in Folge nominiert. Julianne Moore ist dieses Jahr auch noch im Rennen als Beste Nebendarstellerin.

Bester Nebendarsteller:

Paul Newman und Christopher Walken besitzen schon einen nackten Mann. Newman rückt mit seiner neunten Schauspiel-Nominierung (zehn insgesamt) auf Platz 7 der ewigen Bestenliste.

Beste Nebendarstellerin:

Queen Latifah und Catherine Zeta-Jones erhalten ihre erste Nominierung für Chicago. Julianne Moore hat noch eine zweite Chance als Beste Hauptdarstellerin. Kathy Bates und Meryl Streep standen schon auf dem Treppchen. Für die Streep ist es die dreizehnte Nominierung, damit ist sie alleinige Spitzenreiterin in der ewigen Bestenliste. Sollte sie allerdings wieder leer ausgehen (ihren letzten Oscar bekam sie vor zwanzig Jahren), dann wäre sie alleinige Spitzenloserin (neun erfolglose Nominierungen in Folge).

Bestes Drehbuch:

Mit Ausnahme von Bill Condon und Steve Zaillian, die Oscars für Gods & Monsters bzw. Schindlers Liste entgegen nehmen konnten, wären alle anderen Nominierten Oscar-Novizen. Falls er gewinnt wird es schwierig für Donald Kaufman die Bühne zu betreten, da es sich hier um eine fiktive Person handelt.

Beste Kamera:

Conrad L. Hall, der seine zehnte Nominierung erhielt und zwei Oscars gewonnen hat, kann nur noch posthum geehrt werden.

Beste Kostüme:

Mit Ausnahme von Anna Sheppard sind alle Designer für Miramax-Produktionen nominiert. Sandy Powell und Ann Roth waren schon in der Vergangenheit Oscar-Gewinner: Natürlich für die Miramax-Produktionen Shakespeare in Love bzw. Der englische Patient.

Bester Schnitt:

Mit Ausnahme von Thelma Schoonmaker nur Novizen in dieser Kategorie.

Beste Musik:

John Williams kann seine 42. Oscar-Nominierung verbuchen. Auch Elmer Bernstein ist ein alter Hase mit 14 Nominierungen in sechs verschiedenen Dekaden.

Bester Ton:

Hier ist der größte Pechvogel unter den Nominierten zu finden. Kevin O'Connell kann hier für Spider-Man seine 16. Nominierung einfahren, ging aber bislang immer leer aus.

 

Die Studios:

Größte Abräumer: Miramax mit 40 Nominierungen (9 zusammen mit Paramount), gefolgt von 13 Nominierungen für Universal (11 für Focus), 12 Nominierungen für DreamWorks (7 mit 20th Century Fox, 1 mit WB), 10 Nominierungen für Paramount (9 mit Miramax) und 20th Century Fox (7 mit DreamWorks), neun Nominierungen für Sony (3 für Sony Classics) und 8 Nominierungen für New Line.

 

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